Jaaaa, ich weiß, ich bin was Bücher angeht echt Anspruchsvoll. Wenn ich in einem Kinderbuch in einem Satz dreimal das gleiche Wort lese (Im PFERDEstall… PFERDE… PFERDEpfleger… PFERDEfutter.), möchte ich doch dem Autor nahe legen mal ein Synonym zu verwenden. So und nun erwarten wir ja bereits seit einer Weile das zweite Affenbaby. Einige Bücher haben wir auf dem Flohmarkt gefunden und von Freunden und Verwandten geschenkt bekommen. Babybücher, Geschwisterbücher, Geburtsbücher für Kinder. Puh, für mich nicht einfach beim Originaltext zu bleiben. Das geht schon damit los, dass alle Babies einen Schnuller haben. Haben ja auch wirklich viele und ist gar nicht schlimm. Allerdings hatte das kleine m keinen und ihr Bruder soll es auch erst mal ohne versuchen. Sie liebt allerdings Schnuller (bei anderen Kindern rein und raus, hinterhertragen, sauber machen) und freut sich nun sehr auf das Baby mit Schnuller. Ähm ja. Wir sprechen regelmäßig darüber, dass nicht alle Kinder einen Schnuller haben. Mal sehen, wie sie es verkraftet, so einen Bruder ohne Schnuller.

Aber generell sind in den „Standard“ Büchern oft nur Männer Gynäkologen bzw. einfach nur „ARZT“ und Hebammen kommen sehr selten vor. Oder man spricht von „ausgebildeten Helfern bei der Geburt“. Also Hebammen. Warum schreibt man denn nicht auch Hebammen? Verstehe ich nicht.

Mein Lieblingshammersatz: „…mit Dir hatten Mama und Papa auch sehr viel Arbeit.“ Oh man. Das mag ja sein, aber ein wenig schön war es doch auch, oder nicht?! Dass nun weniger Zeit für das erste Kind bleibt, ist ein wichtiges Thema, ja, aber doch bitte etwas gefühlvoller beschrieben.

affenmama-babybuecherWir lesen all diese Bücher im Wechsel. Die Sachbücher kommen beim kleinen m am besten an. „Runas Geburt“ lesen wir täglich mehrmals. Es ist ein Buch zum Thema Hausgeburt. Die Hebamme kommt nach Hause, kein Schnuller in Sicht, es wird gestillt. Die Bilder sind wirklich schön und gefühlvoll. Es wird zwar erst ab 4 Jahren empfohlen, aber Kinder fragen nur das, was sie auch wissen wollen und verkraften können. Das kleine m fragte mich auch vorher schon, ob das Baby aus dem Bauchnabel kommt. Anhand des Buches habe ich nur ihre Fragen bisher beantwortet und nichts „extra“ erklärt oder aufgeklärt.

Süße Milch für Jules Bruder“ finde ich auch klasse. Denn es wird nicht nur gestillt, es gibt auch ältere Stillkinder, Geschwisterkinder, die noch mal probieren dürfen, Stoffwindeln und auch eine Mama, die nicht mehr stillen wollte. Auch hier wieder super Frage- und Erzählanlässe für das Kind und die Vorleser!

Ich finde, alle Bücher und Themen haben ihre Daseinsberechtigung. Nicht jede Frau möchte eine Hausgeburt, ja es gibt Kinder mit Schnuller und nicht alle wickeln mit Stoff. Aber es gibt eben auch Affenfamilien wie wir, die all das tun. Und ich möchte meinem Kind eben nicht dauernd von Krankenhäusern, P*ampers und Co vorlesen. Ein wenig mehr Diversität wäre schön.

Was könnt Ihr noch empfehlen? Mit welchen Büchern habt Ihr gute Erfahrungen gemacht?

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