Also bei uns macht der Papa oft Abendbrot. Oder auch Mittagessen. Oder das Frühstück. Meistens jedoch etwas unspektakulärer als Daniel Staffen-Quandt. Der Journalist und vierfacher Papa fand nur Butterbrot mit Käse langweilig und kreiert für seine Kinder tolle Teller-Bilder. Was zunächst nur auf den Social Media Kanälen als Spaß (und vielleicht auch ein Bisschen angeben?!) verbreitet wurde, gibt es nun als Buch zu kaufen: „Papa macht Abendbrot“, erschienen im Claudius Verlag.

CLA_papa_Cover_LY9.inddEs gibt 25 Teller-Ideen. Allesamt sind echt mit Liebe zum Detail angerichtet. Hut ab! Vor allem finde ich die puristische Darstellung im Buch toll. Kein Foodstyling-Chichi, sondern die Teller könnten wirklich nach dem Foto vor den Kindern serviert worden sein. Die Geschichten zu den jeweiligen Bildern sind echt süß, sehr dem Alltag nahe. Der Autor hat sich zu jedem Teller eine Geschichte einfallen lassen, die man zum Abendessen vorlesen soll. Allerdings weiß ich nicht, ob ich sie beim Essen vorlesen würde. Da gibt es schon genug „Nebenschauplätze“. Wir haben es noch nicht getestet, aber ich würde die Geschichte eher vor dem Zubereiten vorlesen und dann würde der Inhalt bei uns während des Essens sicher Gesprächsthema sein.

Das Buch, die Bilder, die Geschichten – alles gut gemacht. Im Grunde braucht man auch die Rezepte gar nicht, da man auf den Bildern in der Regel gut erkennen kann, was man braucht. Ob nun Butter oder Frischkäse unter die Wurst kommt, kann ja jeder noch selbst überlegen und entscheiden. Am Ende des Buches gibt es Hinweise dazu, was man alternativ verwenden kann, wenn z.B. mal keine Gurkenscheiben für Autoräder vorrätig sind. Das finde ich eine schöne Ideenfundgrube.

Ehrlich gesagt, ich hätte mir mehr Tellerbilder gewünscht und weniger Rezept-Text. Denn was ich wie schneiden muss, sehe ich eigentlich auf dem Bild. Die Inspirationen am Schluss hätte ich dafür auch noch ausgebaut.

Wie gesagt, wir haben noch nichts davon ausprobiert, werden es aber sicher bei Gelegenheit mal tun. Für mich ist es momentan nicht sehr alltagstauglich. Jedenfalls nicht mit solch einer Liebe zum Detail. Leider isst unser kleines m Brot und Belag auch lieber getrennt. Wenn sie den Käse dann mal auf dem Brot lässt, packe ich vielleicht wirklich mal die ausstechformen aus. Auch würden ihr die „Portionen“ nicht langen… *hust* Als Nachschlag gäbe es dann ja doch nicht noch ein zweites Haus mit Schornstein, sondern eben nur ein Knäckebrot mit Käse. Für besondere Anlässe, als gemeinsames Event, vielleicht auch mit Besuchs-Kindern, finde ich die Ideen klasse!! Gesichter auf die Pizza haben wir ja doch irgendwie alle schon mal gemacht, oder?!

Generell finde ich es eine gute Idee, dass Essen Spaß machen sollte und auch kleine Augen essen schon mit. Auch unser Essen ist nett angerichtet und sieht gut aus (schließlich schreibt die Mama ja manchmal sogar noch an ihrem Food-Blog…) Ob es jeden Abend Bilder auf dem Teller sein müssen… ich weiß nicht. Was meint Ihr?

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