Mein Wochenbett ist nun auch schon Lehrbuch-mäßig zu Ende. Eigentlich habe ich so richtig nur eine Woche lang Wochenbett gehalten. Irgendwie war der Zauber dann vorbei, als ich wieder unten in der Küche zum Essen saß. Das war zwar auch schön (kein Essen mehr im Bett, kein Bitten der Großen, dass ich mit ihr esse, endlich wieder gemeinsam essen), aber irgendwie war ich dann wieder unten, was so viel hieß wie bei allem mitten drin, statt nur dabei. Diesmal haben mich wieder meine Klassiker im frühen Wochenbett begleitet. Das Buch von Loretta Stern und Anja Constance Gaca habe ich erst in den Wochen danach gelesen.  Das WochenbettLoretta Stern und Anja Constance Gaca schreiben in ihrem Buch „Das Wochenbett. Alles über diesen wunderschönen Ausnahmezustand.“ ziemlich ehrlich wie das so ist. Sowohl körperlich als auch emotional. Entschuldigung – aber endlich schreibt auch mal jemand darüber wie es mit dem Toielettengang nach einer Geburt ist! Oft fehlen mir in den Ratgebern die ganz normalen Dinge. Emotional wird ja nun schon viel besser auf die Frau – und auch den Mann – eingegangen, aber die körperlichen, eher privaten oder unangenehmen Dinge, werden ausgespart oder nur angedeutet. Anders hier. Das gefällt mir sehr!! Danke dafür!

Aber alle Themen werden ernst genommen! Das ist super! Ob nun Kaiserschnitt oder Harninkontinenz. Es wird über Tragen genauso informiert wie alternative Füttermethoden. Rezepte fürs Wochenbett finde ich auch klasse, aber da kommt bei mir ja schon wieder ein kleiner stressiger Faktor von „oh je, muss ich im Wochenbett irgendwas extra kochen?“ hinzu. Aber das Rezept für Stillkugeln darf natürlich nicht fehlen! Aber auch da – gibt es gleich mehrere Rezepte für verschiedene Stillkugeln. Total gut, werde ich, auch nach dem Wochenbett, noch ausprobieren.

Was mir besonders gut gefällt ist die Dreiteilung: Mütterteil – Das wichtigste Wochenbettwissen – Väterteil. So findet man schnell das, was man sucht, kann dem vater vielleicht auch mal was zu lesen geben und findet eine gute Struktur. Nicht zu verachten, wenn man im Wochenbett keine Zeit hat ein Buch von vorne bis hinten zu lesen.

Das Design gefällt mir sehr gut! Nette Zeichnungen, Farbe, die Wichtiges untermalt, schön gestaltet. Auch die Überschriften wie „Eine kühle Brust bewahren“ laden zum Schmunzeln ein und bringen eine Leichtigkeit ins Thema.

Was ich (auch als Stillberaterin) sehr begrüße – das ausführliche Eingehen auf den Schnuller. Ja, man darf ihn nutzen, sollte dies aber reflektiert tun. Hier wird auch auf das Saugbedürfnis der Babys eingegangen und gut erklärt. Das finde ich nämlich sehr wichtig – weder verteufeln noch anpreisen.

Ebenfalls richtig gut finde ich Literaturhinweise! So kann man noch mal genauer nachlesen, wo was wie.

„Das Wochenbett ist für alle Beteiligten ein Abenteuer – sowohl für das Kind als auch für die Eltern ist alles neu und aufregend. Viele unterschätzen die Bedeutung dieser ersten Wochen. Die Autorinnen informieren umfassend und aufschlussreich, bieten praktische und emotionale Hilfestellungen und holen vor allem auch die Väter mit ins Boot.“ – Kann ich nur so unterschreiben! Ich könnte mir vorstellen, dass das ein neuer Klassiker in meiner „gute Geschenk Idee“-Liste wird!

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