Kinder spielen am liebsten mit dem, was sie nicht haben können oder sollen. So zum Beispiel mit Mamas oder Papas Portemonnaie. Mir war das am Anfang ganz Schnuppe. Soll das kleine m doch die Karten ein wenig ausräumen und wieder einsortieren. Das Kleingeld kann sie ja auch wieder rein räumen. Ja, dann mache ich das eben. Hauptsache das Kind hat Spaß und ist mal eben ganz praktisch beschäftigt, wenn man nichts zum Spielen mit hat. Und ich witzel noch darüber… zack, stehe ich beim Arzt ohne Versichertenkarte. Ja prima. Während ich noch dahin stammele „Ja, das Kind… Sie wissen schon, kennen das ja…“ kommt mir die Idee – sie braucht einfach ein eigenes Portemonnaie! Gesagt, getan. Die Oma (meine weltbeste Dealerin, wenn es um die Suche nach bestimmten Dingen geht, die nix kosten sollen) hatte natürlich noch eins irgendwo in der Schublade vom Opa. Aber was kommt rein? Ganz schnell waren jede Menge alte Karten gefunden: Versicherung, Bank, Bahn, Fahrkarten, Treuekarten, ….. alles was eben rein passt und ECHT aussieht!!!!! Das ist wichtig!!! Kinder haben da sehr schnell ein Gespür für, was ist echt und was nicht. Und so ein Fahrschein mit Silberfaden drin ist schon ein Highlight! Auch die goldene DHL Karte einer Freundin ist immer noch DER Renner.

affenmama-potteneeWas noch? Passfotos von den Großeltern und Eltern kamen noch rein sowie Münzen. Aber auch hier keine Spielmünzen, sondern echte. Wir haben ein Sammelglas, in das wir nach jedem Urlaub im Ausland die restlichen Münzen rein werfen. Zu Anfang habe ich die größten raus gesucht, später gab es dann auch kleinere dazu. Das haptische Gefühl ist einfach ein anderes, als bei Plastikmünzen. Ich habe alle abgewaschen und war am Anfang immer mit dabei, als das kleine m anfing damit zu spielen.

Mittlerweile ist das Portemonnaie ein fester Spielpartner! Man kann einkaufen gehen damit, Karten sortieren, Münzen sortieren, manchmal schauen wir einfach nur, was da drauf ist (witzig – wir haben mehrere britische Münzen und können Queen Elisabeth II beim älter werden zuschauen), stapeln sie und sortieren sie nach der Größe.
Abwechslung bietet auch eine kleine Geldkassette, in die die Münzen auch ab und zu wandern.

Die schönste Annekdote: Wir bekamen eine neue maßgefertigte Kellertür. Die Handwerker waren lange da und das kleine m schaute gespannt dabei zu. Am Ende hat sie die Männer mit ihrem Geld bezahlt!!!! Herzallerliebst!!!

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